Atlantiküberquerung 2008
Kap Verden - Antigua - Iles des Saintes - Martinique

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Törnplan
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Wachplan
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0-4 Wache
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4-8 Wache
Schon auf dem Flughafen in Düsseldorf traf ich viele Alexianer, mit denen ich zu meiner 2. Atlantiküberquerung zu den Kapverdischen Inseln flog. Da viele Mitsegler zum ersten Mal so einen langen Törn machten, waren einige natürlich ganz schön aufgeregt. Mindestens 14 Seetage ohne Landkontakt auf dem weiten Atlantik sind nichts Alltägliches und man konnte die Vorfreude schon im Flieger spüren.  Nach 6-stündigem Flug und hervorragend organisiertem Bustransfer verbrachten wir noch eine Nacht an einer schnuckeligen Hotelbar wo man sich schon mal ein bisschen kennen lernen konnte.
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8-12 Wache
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Die Maschinisten
Jonny, Hans + Wolfgang
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Die Smuts
Michael + Patrick
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Begrüßung durch 
Käptn Reimer
Tags darauf ging es per Boots-Shuttle zum Crewwechsel an Bord. Nachdem Käpt’n Reimer die Crew begrüßt und die Wachen ihre Einweisung hinter sich gebracht hatten hievten wir am 17.1. um 21 Uhr Ortszeit (-2 Std Zeitunterschied zu Deutschland) den Anker und segelten bei schönen 6 Bft in die Weite des Atlantiks hinein. 2200 Seemeilen lagen vor uns. Geplant war, daß wir ziemlich genau auf dem 17 Breitengrad Kurs West Richtung Karibik segeln und dort als erstes Ziel Falmouth Harbour auf Antigua (ETA 1.Feb.) ansteuern wollten. Von dort wollten wir vorbei an der Insel Monserrat mit ihrem speienden Vulkan, über Guadeloupe zu den Iles des Saintes. Dann weiter nach Süden über die Insel Domenica zu unserem Zielhafen Fort de France auf Martinique. 
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Matrose Oliver erklärt...
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Wandergeselle Nina
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Smithy erklärt...
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Uwe, Karlo, Rolf und Gerhart
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Bootsmann Olaf

2. Seetag:
Heute war nicht viel los. Die Meisten hatten sich erst mal ausgeschlafen und den ersten Tag an Bord auf sich wirken lassen. Die 8-12 Wache bekam heut morgen Besuch von einem Wal und Delphinen. Laufen unter Vollzeug mit 4-5 Knoten Kurs 270. Bei 22 Grad Luft laufen manche von uns sogar nachts im T-Shirt herum. Sehr entspannte und harmonische Stimmung an Bord.
Mittagsmenü war heute: Frikadellen, Kartoffeln, Champignonrahmsauce + Salat

3. Seetag:
Strahlende Sonne begleitete uns heute den ganzen Tag während einige von uns Webeleinen austauschten oder Tausendfüssler knüpften. Hühnerbeine gab es heute überall. Die einen Hühnerbeine lagen faul an Deck herum und versuchten die gleiche knusprigbraune Farbe anzunehmen wie die Hühnerbeine, die aus der Küche mit Reis und Currysauce serviert wurden. Pünktlich zum Sonnenuntergang besuchte uns dann wieder eine Delphinschule und spielte in unserem Kielwasser. Romantik pur! Alle sind wohlauf und begeistert. 

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Ralf, Karin + Andreas
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Sophie
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Leichti Frank
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Sophie, Maren und Alex
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Andi, Andreas + KaLu

4. Seetag:
Nachdem wir 2 Tage vom Wind nicht sonderlich verwöhnt wurden liefen wir einige Stunden unter Maschine um die verlorenen Meilen wieder reinzuholen und im Zeitplan zu bleiben. Wie vom Kapitän vorausgesehen erwischten wir nachmittags endlich wieder den Passatwind und pflügen seither bei 5-6 Windstärken mit bis zu 9 kn durch den Atlantik. Ab und zu gibt es mal kurz kleinere Regenschauer mit Böen wo wir dann die Segel etwas aufkürzen um sie hinterher wieder zu setzen.

5. Seetag:
Nachdem wir nun 15 Längengrade durchsegelt und somit eine neue Zeitzone erreicht haben, wurden heute unsere Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Nun sind wir 3 Stunden hinter der deutschen Zeit. Es werden weiterhin die Instandhaltungsarbeiten fortgesetzt. Bei Sonnenaufgang lagen heute ein paar fliegende Fische an Deck herum. Ein besonders schönes Schauspiel war morgens der Sonnenaufgang im Osten, der heute zeitgleich mit dem Monduntergang im Westen stattfand. Am frühen Vormittag schlief wider Erwarten der Passat völlig ein. Setzen Reise unter Maschine fort, da wir wenig Zeit zu verlieren haben.

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Rüdiger mit Gitarre
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Peter & Rüdiger
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Fliegender 
Fisch
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Brandschutzübung
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KaLu & Karin
6. Seetag:
Heute morgen wurden wir von einem Rudel Wale begrüßt, die riesige Wasserfontänen in die Luft bliessen. Gegen Mittag erreichte uns per Telex die Nachricht eines Seenotfalles ca 300sm nördlich von uns. 2 Personen auf einer 11-Meter Yacht hatten ein Leck und mussten das Schiff verlassen, denen dann aber durch andere Schiffe in der Umgebung geholfen wurde. Nachmittags führten wir eine Brandschutzübung durch wobei ein Feuer simuliert wurde und eine Person aus einer Kammer geborgen werden musste. Zur Belohnung gab es hinterher leckeren Kuchen. Hängen leider in einem Flautenloch fest und versuchen das nächste Windgebiet ca 100sm voraus unter Motor zu erreichen. Stimmung an Bord ist bestens.
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Reimer stellt die 
Alex II vor
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Steuermann Peter
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Käptn hat 
alles im Griff
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Sonnenuntergang
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Karin, Micky & Michael

7. Seetag:
Der Passat schob uns heute mit bis zu 7kn durch die Wellen. 25 Grad Lufttemperatur liessen mittlerweile die Schokolade in den Kojen schmelzen. Nachmittags wurde der Souvenirshop – die sogenannte Schlappskiste – geöffnet. Insbesondere die Polo-Shirts und Kapuzensweater mit dem neuen, dauerhaft eingestickten Logo kamen gut an. Alle, die nicht die Möglichkeit haben hier an Bord einzukaufen, können natürlich die gleiche Kollektion auf www.gruene-segel.de im Internet bestellen. Da die Sonne mittlerweile untergeht bevor der Mond am Horizont hervorschaut war es abends ca 30 Minuten stockdunkel und die Sterne leuchteten für uns heller denn je am Firmament. Sogar Satelliten konnten wir sehen, die in 500 km Höhe ihre Bahnen um die Erde ziehen.   

8. Seetag:
Nachmittags stellte Käptn Reimer das geplante Nachfolgeschiff der Alex vor. 90 Minuten lang erklärte er uns geduldig die Baupläne. Einzelheiten ersparen wir uns hier an dieser Stelle. Jedenfalls wird es sehr innovativ und so technisch wie nötig, gleichzeitig bleibt es so traditionell wie möglich. Heute haben wir wieder mal eine neue Zeitzone erreicht und haben die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Sind jetzt 4 Stunden hinter deutscher Zeit.

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Bord-Olympiade
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Schminkwettbewerb
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Schminkwettbewerb
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Bord-Olympiade
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Bord-Olympiade

9. Seetag:
Der Tag war sehr kurzweilig. Mittags war „All Hands“ angesagt um unseren Mineralwasservorrat vom Maschinenraum in die normale Getränkelast umzustauen. Nachmittags fand die Bord-Olympiade anlässlich der Halbzeit der Atlantiküberquerung statt. An mehreren Stationen an Deck konnten die Wachen ihre Geschicklichkeit und ihr Können beweisen. Mit knappem Vorsprung konnte die 0-4 Wache den Gesamtsieg holen und als Gewinn eine Kiste Bier verbuchen. Jede Nacht wird hier  übrigens irgendwas gebacken. Trainees und Stamm kneten gemeinsam Teig und zaubern Brötchen, Brot und andere Backwaren um die Köche zu entlasten und der hungrigen Crew morgens einen schönen Tagesanfang zu bescheren. 

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Bord-Olympiade
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Ralf
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Nina
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Zuschauer
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Tauziehen

10 Seetag:
Sonnige 26 Grad sorgten dafür, dass heute an Deck sehr viele Bikinis und Badehosen gesichtet wurden, die sich zu einer Duschparty im Versaufloch zusammenfanden. Zwei Orcas begleiteten uns über eine Stunde, schwammen neben uns her und bliessen Wasserfontänen hoch in die Luft. Ein sagenhaftes Schauspiel und ein tolles Gefühl so nah an der Natur zu sein.

11 Seetag:
Heute morgen nach Sonnenaufgang entdeckte die 4-8 Wache ein dickes Loch im Innenklüver. Über Nacht hatte wohl ein verdrehter Schäkel der Aussenklüverschot den Innenklüver durchgerubbelt. Nachdem das Segel sofort geborgen wurde, war der Schaden dann auch wieder nach ein paar Stunden geflickt. Steuermann Rüdiger, der auch Vizepräsident der STAG ist, hat uns heute Nachmittag etwas über die Geschichte der STA und der Zusammenarbeit der DSST mit der STAG erzählt. War für viele ganz interessant einmal etwas Hintergrundwissen zu bekommen. Auf unserer elektronischen Seekarte tauchte heut das erste Mal die karibische Inselwelt auf. Jetzt haben wir unser Ziel quasi schon mal in unserem virtuellen Auge und freuen uns auf die ersten Cocktails, obwohl es bisher noch niemand langweilig wurde und wir die Ruhe und Einsamkeit noch in vollen Zügen geniessen. Leichtmatrose Frank hatte auch wieder Anglerglück und zog noch eine fette Dorade aus dem 25 Grad warmem Atlantik.

12 Seetag:
Im Vorfeld der anstehenden Leichtiprüfungen mußten die Prüflinge schon bei Tagesanbruch die Nocken der Rahsegel packen. Während die 8-12 Wache sich heute um die Kombüse kümmerte und leckere Pizza zauberte, durften die beiden Köche heute Decksluft schnuppern und spleissten sich bei der 4-8 Wache ein. Die 8-12 Wache wurde übrigens auch Chicken-Watch genannt weil sie überwiegend aus dem weiblichen Geschlecht bestand, aus gackernden Hühnern eben. Die 4-8 Wache war die Senioren-Wache. Der Altersdurchschnitt lag hier bei 56,3 Jahren. Im Laufe des Törns besorgte sich jeder der Opas einen Betreuer um an Bord das "betreute Segeln" zu etablieren. Um die hier die mitlesenden Neulinge zu beruhigen und nicht den Eindruck entstehen zu lassen, daß die Alex ein segelndes Seniorenheim ist - die beiden Wachen haben sich zu Törnbeginn wunschgemäß selbst so zusammengestellt. Die 8-12 mit vorwiegend Mädels, die Opas in die 4-8 - lustig war's! Zum letzten Mal auf unserer Reise stellten wir heute abend unsere Uhren um eine weitere Stunde zurück und sind somit 5 Stunden hinter deutscher Zeit.

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Michael und Maren
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Uwe's Tattoo
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Frank im
Anglerglück
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Rolf, Nicole, 
Reinhart und Heribert
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Leichtiprüfung:
Segel packen

13 Seetag:
Heut war einfach mal wieder ein schöner Tag. Die Bordroutine bestimmte den Tagesablauf. Das Grossroyalstagsegel wurde neu angenäht, Tausendfüssler ausgetauscht und die Segellast von einem ausgelaufenen Eimer weißer Farbe befreit. Es wurde Sonne getankt und im Rigg rumgeklettert. Laufen seit nachmittags unter Maschine um unser vorläufiges Ziel Antigua bald zu erreichen. Ein entgegenkommender Tanker war heute das erste Schiff seit unserer Abreise, welches wir ganz nah gesehen haben.

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Peter und Steffen
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Friseursalon
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Smuts im Topp
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Judith und Rolf
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An Deck
14 Seetag:
Der Atlantik mutierte heute zum Ententeich. Spiegelglatt war die See und die Sonne schien den ganzen Tag. Die Decksdusche brachte etwas Abkühlung und zum Abend hin fuhren wir in ein schönes Regengebiet.
Nachmittags meldete Trainee Heribert seine schwarzen Socken als vermisst. Trainee Michael, der bei der Spurensicherung in Aschaffenburg arbeitet, wurde eingeschaltet und die Ermittlungen liefen an. Sofort wurde die „Soko Socke“ gebildet und umfangreiche Suchaktionen eingeleitet bis Steuermann „Mister P.“ in einer Vernehmung zugab, dass er ein paar schwarze Socken von der Leine eingepackt hatte. Leider waren dies nicht die von Heribert. Bis zur Stunde werden also immer noch die Socken vermisst und gleichzeitig der Besitzer des anderen paar Socken gesucht. Morgen müssen alle eine Fußschweissprobe abgeben um dem Rätsel auf den Grund zu kommen. Abends war wieder Schlappskiste und jeder hatte Gelegenheit sich für den anstehenden Landgang auszustaffieren.  
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Dudeldoc, Ralf & Heiko
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Andreas & Rolf
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Smitty & Heiko
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Micky, Nadine & Smitty
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Ankern vor Antigua
15 Seetag:
Heute war Prüfungstag. Die Trainees Nadine, Marco und Heiko sowie die Wandergesellen Martin, Jeanine und Nina legten mit Bravour ihre Leichtmatrosenprüfung ab und wurden im Kreise der Alex-Stammcrew begrüßt. Langsam wurden alle etwas nervös weil der Landfall kurz bevor stand. Noch 160 Seemeilen bis Antigua machten Lust auf Landausflüge und kalte Cocktails in den unzähligen Strandbars.
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Antigua, Nelsons Dockyard
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Andi, 
Nadine & Karin
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Regen!!!
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Antigua, Nelsons Dockyard
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Antigua, Nelsons Dockyard

1.Februar:
Heut Nacht haben zur Wachablösung der 0-4 Wache alle ein fröhliches „Happy Birthday“ angestimmt da Toppsi Karin ihren Geburtstag feiert. Haben um 10 Uhr geankert vor Falmouth Harbour auf Antigua. Nach dem Einklarieren gab’s Landgang für alle. Der erste Weg war für die Meisten die Besichtigung der alten Hafenanlagen aus Admiral Nelsons Zeit. „Nelsons Dockyard“ ist noch sehr gut erhalten und mit etwas Phantasie kann man sich recht gut vorstellen wie damals das Leben der alten Seefahrer war. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine nette Bar namens „The Mad Mongoose“. Für wenig Geld konnte man dort gut essen und sich nachher bei Live-Musik mit Cocktails abfüllen. Fast verpassten wir noch das letzte Shuttle zurück an Bord weil einer der Matrosen meinte er müsse als Inselandenken noch eines der schönen Nummernschilder an einem Auto abschrauben.  Mitten auf der Strasse fiel das natürlich auch der Polizei auf, die den besoffenen, alten Seebären sofort zur Rede stellte. Erst nach kurzen, aber erfolgreichen Verhandlungen zwischen zwei zu Hilfe geeilten Matrosen mit der Polizei durfte der Schluckspecht weiterziehen nachdem er das Nummernschild wieder brav ans Auto drangeschraubt hatte.    

2.Februar:
Morgens nutzten viele nochmal die Zeit um einen Bummel in die Stadt oder zu Nelsons Dockyard zu machen. Um 14 Uhr gingen wir ankerauf mit Ziel Iles des Saintes. Vorbei an den Inseln Montserrat und Guadeloupe trieb uns der Wind mit 7 Beaufort zügig in die Nacht.

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Antigua, Bar Mongoose
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Iles des Saintes
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Iles des Saintes
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Sea Cloud vor 
Iles des Saintes
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Iles des Saintes

3.Februar:
Nachdem wir an backbordseitig in der Landabdeckung von Guadeloupe waren, klaute uns die Insel den Wind und wir segelten nur noch langsam gen Süden. Im Morgengrauen waren wir vor den Iles des Saintes angekommen und warfen den Anker. In der gleichen Bucht ankerte schon die Sea Cloud, die gerade ihre Passagiere ausbootete. Der Bordarzt und 3 weitere Crewmitglieder des eleganten Segelschiffes besuchten uns, da alle 4 auch als Stamm auf der Alex fahren und natürlich Hallo sagen wollten. Trainee Daniela feierte heute Geburtstag und wurde von ihrer 8-12 Wache mit einem kleinen Geschenk überrascht. Per Beiboot wurde wie immer auf die Insel übergesetzt um das Städtchen zu erkunden. Abends versammelten sich wieder alle auf der Alex um beim Captains-Dinner das nahende Ende der Reise zu feiern. Die Smuts legten sich mal wieder richtig ins Zeug und verwöhnten unsere Gaumen mit allerlei Leckereien. Bis in die späte Nacht liess man noch mal den bisherigen Törn Revue passieren und erinnerte sich an so manche kleine Geschichten, die Anlass zum Schmunzeln gaben. 

4. Februar:
Nach all den Feierlichkeiten des Vortages und einer zu kurzen Nacht gingen wir nach dem Frühstück ankerauf und begannen das Reinschiff, damit für die nächste Crew wieder alles blitzblank ist. Unsere letzte Etappe führte uns vorbei an den Inseln Marie Galante und Domenica.

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Iles des Saintes
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Letzte Decksarbeiten
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Menükarte
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3 Toppsis
Nina, Ralf und Karin
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Captains-Dinner

5. Februar:
Am frühen Morgen erreichten wir unser Ziel Fort de France auf Martinique. Wie auch schon auf den vorangegangenen Inseln merkte man hier, daß wir mitten in der Karnevalszeit waren. Alle Geschäfte und sogar die meisten Kneipen und Restaurants waren geschlossen, damit die Insulaner Carnival feiern konnten. Thema des Tages war sich als Teufel zu verkleiden. Komischerweise hatte irgendwie jeder das gleiche Kostüm indem alle schwarz/rot rumliefen. Ob Männlein oder Weiblein - alle hatten ein rotes T-Shirt an, rote oder schwarze Miniröcke, dazu rote Netzstrumpfhosen und schwarze oder rote Beinstulpen. Die Kleiderornung funktioniert hier wohl einwandfrei. Als am vorherigen Sonntag der französische  Premier in Paris heiratete liefen wohl alle hier in Weiss herum. Wie in den deutschen Karnevalshochburgen war auch hier nachmittags ein großer Umzug. Naja, nicht ganz so durchorganisiert und geordnet wie bei uns, dafür mit eigenem Charme. Umzugteilnehmer und Zuschauer, alle in rot/schwarz, vermischten sich zwischen den geschmückten Umzugswagen oder versammelten sich rund um die am Strassenrand aufgestellten Imbissbuden wo man kreolische Hühnchenleckereien oder andere Spezialitäten des Landes bekam. Wir Alex-Leute versammelten uns auf dem Balkon einer der wenigen geöffneten Bars und schauten das bunte Treiben von oben an. Danach mischten wir uns noch bis spät in Nacht unters Volk bevor wir müde in die Koje fielen.

6. Februar:
Wie so oft zog sich der Abreisetag mal wieder in die Länge. Nach dem Aufstehen gingen einige wieder in die Stadt zum Carnival. Heute war das Motto "Schwarz/Weiss". Also latschten alle in schwarz-weissen Klamotten herum. Andere fuhren mit der Fähre auf die andere Inselseite oder holten sich einen Leihwagen um die Insel zu erkunden. An Bord trafen so langsam immer mehr Mitsegler des neuen Törns ein, die schon seit ein paar Tagen auf der Insel verweilten. Nachmittags um 16 Uhr ging unser Bus-Shuttle der uns zum Airport brachte von wo aus wir über Paris in unsere deutschen Heimatstädte zurückflogen.

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Martinique
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Fort de France
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Fort de france
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Fort de France / Martinique
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Fort de France / Martinique
Besondere Grüße an: Peter, Smitty, Dudeldoc, Reimer, Rüdiger, Hans, Sophie, Nadine, Michael, Andreas, Ilka und all die andern