Buenos Aires - Kap Hoorn 2006

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Wachplan
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4-8 Wache
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0-4 Wache
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Törnplan
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3 Steuerleute
Von Düsseldorf, Frankfurt/Main und München ging es am 28.12. los – erstmal nach Madrid. Großes Treffen aber erst im Flieger nach Buenos Aires, weil alle Maschinen Verspätung hatten. Die Berliner flogen erst gar nicht fahrplanmäßig ab, sie kamen 1 Tag später in Buenos Aires an. In Buenos Aires war es recht warm und die Busse für den Transfer zur Alex recht alt. Dafür hatten wir keinerlei Probleme mit dem Gepäck, es war alles da. An Bord dann das Normale: Kojen bauen, Gepäck verstauen, Hafenwache.
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8-12 Wache
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Smuts Ludwig und Hans
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Einweisung
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Bier bunkern
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Buenos Aires
Am 29.12. 6 Uhr wecken, 6.30 Uhr Stammcrewbriefing. Nach dem Frühstück Begrüßung der Trainees und Einweisung von den Toppsis. Am Tag übernahmen wir Proviant. Bier wollte man uns in 1-Liter Flaschen andrehen – wurde getauscht gegen 0,33 l Dosen, anstatt 1.400 Eiern bekamen wir 600. Darüber wird noch zu reden sein!!! Eine geplante Stadtrundfahrt fiel aus, weil wir keinen Bus fanden, dafür hatten wir eine nette Zeit in einer ansprechenden Hotelbar.
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An der Hotelbar
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Beim Auslaufen
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Die Lotsen kommen an Bord
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Trainees mit Käptn
Am 30.12. 8.30 Uhr Auslaufen aus BA mit 2 Lotsen an Bord. Es begann die normale Bordroutine: Seewache gehen, Feuerlösch- und Bootstrupp einteilen. Verschlusstruppe kontrolliert ihre Abschnitte. Das Brassen der Groß- und Fockrah sowie der Untermarsen mit der Bootswinsch wurde erklärt und geübt. Klappte prima! Es soll eine Erleichterung bei starkem Wind und eventuellen Ausfällen durch Seekrankheit bringen und wird allgemein begrüßt. Die ersten Reparaturen wurden ausgeführt, Segel neu angenäht, Schotvorläufer von Jager abgeschlagen, neu bekleedet und wieder angeschlagen. Wetter machten wir stündlich, um 6.00 Uhr und um 18.00 Uhr gingen unsere Beobachtungen zusätzlich an den Deutschen Seewetterdienst. Ach ja, wir haben sonnige 22° - 25° Luft, 24° Wasser, 4 – 5 Wind und steuern ca. 140°.
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Regina und Helge
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Wetterbuch
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Käptn Klaus, Bootsi Jürgen,
Berthold und andere
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Uwe, Boris und Reinke
31.12. Der letzte Tag im Jahr. Für mich Backschaft, für die anderen auch Arbeit. Im Rigg GUM Brass austauschen, lose Farbe abklopfen, Roststellen beseitigen und neu konservieren, Stopper fertigen und eine neue Stelling anfertigen – natürlich mit Zuschauern. Das alles bei ca. 25° Lufttemperatur.
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Jörg, Regina, Alfred
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Beim Entrosten
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Gamba und Krischan
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Alex unter Vollzeug
Zum Jahreswachwechsel eine kleine Rede vom Kapitän. Godi als Altester läutet das alte Jahr mit 4 Doppelschlägen aus und Thomas als Jüngster das Neue Jahr auch mit 4 Doppelschlägen ein. Wir – die 4 – 8 Wache halten den Jahreswechsel genau fest. Ein Gutes Neues Jahr für alle wünscht die komplette Crew!!! Ein Gläschen Wein und eine feine Gulaschsuppe ist unser Mitternachstmenue.   
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Godi und Thomas
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Kuchenzeit mittags um 15 Uhr
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Reinke und Jacky
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An der Back

Am 1.1. der erste von 6 Geburtstagen. Auch der Wind beteiligt sich mit einem Geschenk. Er dreht in eine uns genehme Richtung, so dass wir ein Etmal von 170 SM segeln können. Um 14.30 Uhr findet eine Feuerlöschübung statt. Wir segeln zügig Richtung Süden.   
2.1. Für die 0 – 4 Wache endet die Wache mit Regen und für die 4 – 8 Wache beginnt sie damit. Aber es hört bald zu regnen auf und wir bekommen einen herrlichen Sonnenaufgang zu sehen.   
Die Brötchen, die es jeden Morgen frisch gibt, werden in der 4 – 8 Wache von hervorragenden Spezialisten frisch gerollt.   
3.1. Zum Frühstück gibt es dicken Reis  -  wir ahnen noch nichts!! Mittags 12 Uhr steht ein Etmal von 132 SM zu Buche, 43 gesegelt und 89 mit Motor, Wind 4 bf. Wir überqueren den 40. Breitengrad. Beim Wachwechsel lassen wir das Flaggenalphabet sprechen. Langsam wendet sich das Verhältnis Segel/Motor.   

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Brötchenbacken um 5 Uhr
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Flaggenalphabet
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Beim Wachbier
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Wachwechsel

Am 4.1. mit 141 SM gesamt 99 Segel, 42 Motor geht es weiter nach Süden. Ein T-Shirt mehr anziehen ist angesagt, es wird allmählich kälter. Luft 14°, Wasser 15°. Am 5.1. erstmals reines Segeletmal 106 SM. Notwendige Arbeiten im Rigg werden erledigt. In der Nacht zum 6.1. frischt der Wind auf Stärke 8 auf, 11 kn sind Spitze mit Groß und Fock , Unter- und Obermarsen und Vorstengestagsegel. 0 – 4 Wache legt 37 SM zurück. Verluste: 1 Stopper und 2 Dörten, die aber  vormittags repariert sind. 4 – 8 Wache macht noch 32 SM. Danach Milchsuppe !! Ein Etmal am 6.1. 170 SM unter Segeln, zügig Richtung Süden.
Die nächsten Tage verlaufen ganz normal mit Arbeiten an allen Stellen. Segeln, sonnen und auch einem Bootsmanöver, so dass Klaus das Schiff von außen besichtigen kann. Sonniges Wetter. 
Am 9.1. für mich die 2. Backschaft mit Godi,  Priska, Angelika und Susan. Fahren Halse und Wende. Die ersten Pinguine gesichtet, Albatrosse begleiten uns schon seit 2 – 3 Tagen.   

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Der Wind frischt auf!
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Backschaft
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Seekarte Le Maire Strasse
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Geburtstagskind
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Eieralarm!

Am 10.1. können wir morgens am Horizont einige Blasstrahle von Walen beobachten, am Nachmittag begleitet uns eine ganze Schule der grauen Riesen eine Zeit lang. Am Morgen hatten wir es endlich bemerkt: Es gab keine Eier mehr!!! Zum Frühstück gab es nur noch Milchsüppchen. Nach dem Mittagessen ging die 4 – 8 Wache  auf Zuschauerposition.
Am 11.1. erfahren wir, dass der Beagle-Kanal für ausländische Schiffe von chilenischer Seite gesperrt ist. Um 23 Uhr passieren wir die Le-Maire-Straße. Vorher hatten wir aber ungünstigen Wind und die Schiffsführung musste bei Rasmus mit einem Schluck Sherry um besseres Wetter bitten.
Am 12.1. haben wir ein Etmal von 76 SM gesegelt. Position 55° 27 S 65° 47 W.  Seit  9 Uhr warten wir auf Wind, 60 SM nordöstlich von Kap Hoorn.

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Stefan,Friedrich,Jupp,Schmitti,
Uwe, Michael, Nicole, Sabine
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Ein Schluck für Rasmus
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Unter Segeln
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Vor Kap Hoorn
Am 13.1. um 7.03 Uhr passieren wir Kap Hoorn im Abstand von 23 Seemeilen. Wir fahren weiter Richtung Süden und das Wetter wird etwas heftiger. Wind bis 54 kn = 11 bf, Wellen bis 8 m Krängung 45° haben wir sehr gut überstanden. Keine Ausfälle! Nur leichte Blessuren (blaue Flecken) bei der Mannschaft, aber Chaos in der Bb Hamstertasche. Durch Seeschlag ist ein Farbspind aufgegangen und die herausgespülten Farbtöpfe pönten selbständig die Hamstertasche grün. Der Drahtvorläufer des Außenklüverschot ist gerissen und das Segel eingerissen. Wird erstmal eingepackt und später abgeschlagen. Nachmittags Halse und dann zurück.   
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Vor Kap Hoorn
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Sauwetter!
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Kap Hoorn
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Ausbooten
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Kap Hoorn
Am 14.1. um 8 Uhr übernehmen wir den Lotsen mit weissen Handschuhen, Koffer, Reisetasche und Rucksack. Mit Lotsen geht’s dann zum Ankerplatz vor Kap Hoorn zum Ausbooten. Hier liegt schon die „Nordkap“, ein Schiff der Hurtigruten, das hier um diese Jahreszeit Kreuzfahrten macht. Ach so – nicht zu vergessen – vom 5.1. bis 13.1. nur unter Segel gefahren (Brennstoffkostengünstig)!! 8.45 Uhr fällt Anker. Ausbooten beginnt. Wir können den provisorischen Steg der „Nordkap“ mit benutzen. Bekommen von der „Nordkap“ 30 Eier mittels Schlauchboot an Bord gebracht!!   
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Die Berge Patagoniens
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Kap Hoorn
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Kap Hoorn
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Kap Hoorn
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Kap Hoorn

Die kleine Poststation auf Kap Hoorn ist wegen Reparaturarbeiten momentan geschlossen. Nur die Station der chilenischen Marine ist geöffnet. Die Leute sind sehr freundlich und stempeln uns unsere Postkarten (auch Meilennachweise und manchen Reisepass) mit ihrem Kap-Hoorn-Stempel. Alles fotografiert und verewigt. Rüdiger, Bernd, Michael und Regina gehen schwimmen! Es gibt nicht viele, die am Kap Hoorn bei 8° Wassertemperatur gebadet haben.   

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Die Jungs der Marinestation
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Godi beim abstempeln
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Denkmal
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Gedenkminute
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Lotse + Crew packen Segel
Für den Lotsen ist die Lotsenkoje (Notkoje) aufgebaut, er ist zufrieden, obwohl vorher jeder 1 Kabine mit eigener Toilette haben wollte. Bevor wir unter Segel Ankerauf gehen, hielt Klaus eine kleine Ansprache und wir gedachten der hier mit ihren Schiffen untergegangenen und verstorbenen Seeleute aus aller Welt mit einer Schweigeminute. Kurz hintereinander fahren wir 2 Wenden, um in den Beagle-Kanal Richtung Porto William und dann weiter nach Ushuaia zu kommen. Bei der Einfahrt in den Kanal hatten wir fast alle Segel gesetzt und machten eine schöne Fahrt durch die Fjordlandschaft. Am 15.1. haben wir dann um 14 Uhr in Ushuaia die erste Leine an Land gebracht. Um 16 Uhr sind wir einklariert.
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Ehrenformation
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Käptn Klaus gibt sich die Ehre
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Ushuaia
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Captains-Dinner

Wir gehen an Land und schauen uns Ushuaia an. Abends großes Captains-Dinner  von Ludwig und Hans. 
Am nächsten Tag haben wir riesiges Großreinschiff gemacht, Hamstertasche gepönt und Schotvorläufer AK neu hergestellt. Dann an Land und einen Haufen Touri-Zeugs eingekauft. Abends Essen gewesen, ein Steak (ein riesiges Teil) gegessen. Auch noch einen Irish Pub entdeckt hier am Ende der Welt.
Am nächsten Tag um 15 Uhr geht der Flieger heimwärts. Alles in allem – ein Klasse-Törn, würde ich sofort nochmal machen.
Dies war ein Gastbericht von Matrose Elmer. Herzliches Dankeschön dafür!

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Captains-Dinner
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Menükarte
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3 Toppsis - Boris,Gamba,Jacky
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Captains-Dinner
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Captains-Dinner
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Ushuaia
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Ushuaia
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Berichterstatter Elmer - Danke!
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Abschiedsessen
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Ushuaia
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Alex im Hafen
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Warten auf den Bus
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Die Crew nimmt Abschied